Viele Fragen bleiben trotzdem noch unbeantwortet und es sollte genau hingeschaut werden, ob alle Angaben in dem Antrag der Mastanlage plausibel belegt werden können.
Fünf Stunden lang "bombardierten" 50 Bürger mit konkreten Fragen die Experten.
Ahorn - "Wir wurden ernst genommen und es wurde auf unsere Bedenken eingegangen" resümierte eine Bürgerin nach dem fünfstündigen Erörterungstermines zum immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens zur Errichtung einer Mastgeflügelanlage für insgesamt 39 145 Masthähnchen durch Thomas Ritz in Wohlbach. Regierungsrat Daniel Hopf vom Landratsamt Coburg attestierte im Gegenzug den Teilnehmern Sachlichkeit.
Bei den Privateinwendungen im Rahmen einer Anhörung, die Einfluss auf die Genehmigung haben werden, ging es in erster Linie um die vorgegebenen Themen Entwässerung, Grundwasser, Geruchsemmissionen, Gesundheit, Eingriff in Natur und Landschaft und Wertminderung.
Die Frage kam auf, wer schützt uns vor multiresistenten Keimen, die sich in Fäkalien befinden und beispielsweise Durchfallerreger sein könnten. Der Experte Dr. Helmut Weiß meinte dazu, dass derartige Keime keinesfalls aggressiver sind als diejenigen, die sich in anderen "Misthaufen aufhalten". Es könnten Haustiere eher ein Problem bei den Erregern sein, so Weiß, der eine Gesundheitsgefährdung von gelagertem Mist ausschloss, ebenso die Übertragung von Krankheitserregern durch Mücken. Allerdings wurde eingeräumt, dass der Hähnchenbestand durch Salmonellen befallen werden könnte.
"Unser Naherholungsgebiet können wir abhaken", meinte ein Teilnehmer. Dazu stellte Uwe Wolf vom Landratsamt fest, dass zum Einen Ausgleichsflächen geschaffen werden und zum Anderen der beabsichtigte Eingriff in die Natur durch die Großproduktionsfläche durch Bestimmungen im Rahmen des Naturschutzgesetzes abgedeckt ist. "Es wird von keiner Verunstaltung ausgegangen", so Uwe Wolf, der von einer Abminderung der Immissionen mit Bepflanzung durch grüne Hecken sich nicht abgeneigt zeigte. Zu einer eventuellen Wertminderung der anliegenden Grundstücke und Gebäude, die schlecht veräußert werden könnten und die eine Vielzahl der eingegangen Einwendungen ausmachten, meinte Daniel Hopf, dass eine derartige Prüfung nicht eine Genehmigungsvoraussetzung ist, ein Entschädigungsanspruch nicht bestehe und dies höchstrichterlich so abgesegnet sei. Hopf räumte ein, dass Anwesen sicherlich schlechter zu verkaufen sind. Auch bestehe ein Anspruch auf Baugenehmigung, wenn öffentlich-rechtliche Vorschriften eingehalten werden.
Die Frage an Thomas Ritz, warum er seinen Stall nicht woanders baue, ließ dieser unbeantwortet. Dazu Hopf: "Weitere Standortvarianten wurden nicht geprüft." Bürgermeister Martin Finzel stellte fest, dass die Prüfung und Begründung der Gemeinde aufgrund der Komplexität des Verfahrens an einen Rechtsanwalt übergeben wurde. Martin Finzel: Es wurde kein Einvernehmen erteilt, da der vorhandene Straßenaufbau der geplanten höheren Verkehrsbeanspruchung nicht standhält. Des Weiteren sei die Entwässerungssituation unklar, ebenso die Löschwasserversorgung, wobei die Frage auftauchte, ob Gülle aus Umwelt- gründen verwendet werden kann oder auch Sickerwasser ausreiche.
Veröffentlicht wurde der Artikel in der Neuen Presse Coburg
http://www.np-coburg.de/nachrichten/lokal/co-land/coburgland/art2400,1160974
Sonntag, 15. August 2010
Montag, 24. Mai 2010
Einhellig verweigerten die Gemeinderäte erneut das Einvernehmen
Gemeinderatssitzung vom 10.Mai.2010
Die Einwendungen der Gemeinde gegen die Errichtung einer Mastgeflügelanlage in Wohlbach sind noch nicht aus der Welt geschafft. Noch unvollständig, das beschied der Gemeinderat am Dienstagabend einmal mehr, seien die Immissionsprognose und die Lärmprognose. Nach letzterer werden bei der Abholung der Hähnchen mit großen Transportern in der Nacht die Richtwerte der TA-Lärm für Wohngebiete massiv überschritten. Der Gutachter des Bauantragstellers spricht dagegen von einer seltenen Überschreitung der Grenzwerte. Als nicht relevant bezeichnet dieser die Einwendungen zur Immissionsprognose. Dazu kommt, darauf verwies Bürgermeister Martin Finzel erneut, dass die Erschließungssituation nach wie vor als nicht gesichert gilt . Die Gemeinde stehe nicht unter Ausbau- und Erschließungszwang. Auch solche geforderten Unterlagen, wie Brandschutz oder Regenrückhaltebecken, seien nicht nachgereicht worden. Einhellig verweigerten die Gemeinderäte dem Vorhaben erneut das Einvernehmen. Am 31. Mai um 10 Uhr wird es in der Mehrfachhalle der Gemeinde einen öffentlichen Erörterungstermin zur geplanten Mastgeflügelanlage geben.
Auch der Bauvoranfrage zur Errichtung eines Mastschweinestalles in Wohlbach wurde das gemeindliche Einvernehmen verwehrt. Hier fehlen ebenso Antragsunterlagen, beispielsweise über einen Kanal- und Wasseranschluss oder zum Brandschutz. Zudem würde die Anlage über einen Feldweg nördlich des Grundstücks erschlossen werden. Dieser Weg besitze lediglich eine wassergebundene Decke, die jedoch nicht für die erforderlichen Belastungen ausgelegt sei.
Die Einwendungen der Gemeinde gegen die Errichtung einer Mastgeflügelanlage in Wohlbach sind noch nicht aus der Welt geschafft. Noch unvollständig, das beschied der Gemeinderat am Dienstagabend einmal mehr, seien die Immissionsprognose und die Lärmprognose. Nach letzterer werden bei der Abholung der Hähnchen mit großen Transportern in der Nacht die Richtwerte der TA-Lärm für Wohngebiete massiv überschritten. Der Gutachter des Bauantragstellers spricht dagegen von einer seltenen Überschreitung der Grenzwerte. Als nicht relevant bezeichnet dieser die Einwendungen zur Immissionsprognose. Dazu kommt, darauf verwies Bürgermeister Martin Finzel erneut, dass die Erschließungssituation nach wie vor als nicht gesichert gilt . Die Gemeinde stehe nicht unter Ausbau- und Erschließungszwang. Auch solche geforderten Unterlagen, wie Brandschutz oder Regenrückhaltebecken, seien nicht nachgereicht worden. Einhellig verweigerten die Gemeinderäte dem Vorhaben erneut das Einvernehmen. Am 31. Mai um 10 Uhr wird es in der Mehrfachhalle der Gemeinde einen öffentlichen Erörterungstermin zur geplanten Mastgeflügelanlage geben.
Auch der Bauvoranfrage zur Errichtung eines Mastschweinestalles in Wohlbach wurde das gemeindliche Einvernehmen verwehrt. Hier fehlen ebenso Antragsunterlagen, beispielsweise über einen Kanal- und Wasseranschluss oder zum Brandschutz. Zudem würde die Anlage über einen Feldweg nördlich des Grundstücks erschlossen werden. Dieser Weg besitze lediglich eine wassergebundene Decke, die jedoch nicht für die erforderlichen Belastungen ausgelegt sei.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Verlegung des Erörterungstermins Montag, 31.05.2010
Amtliche Bekanntmachung des Landratsamtes Coburg
Vollzug des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG);
Errichtung einer Mastgeflügelanlage für insgesamt 39.145 Masthähnchenplätze auf der Flurnummer 1290 der Gemarkung Wohlbach durch Herrn Thomas Ritz, Am Hang 6, Wohlbach, 96482 Ahorn
Verlegung des Erörterungstermins
Der auf Donnerstag, 06.05.2010, 10:00 Uhr anberaumte Erörterungstermin wird auf
Montag, 31.05.2010 in die Mehrzweckhalle der Gemeinde Ahorn,
Alte Straße 10, Ahorn verlegt.
Der Erörterungstermin ist öffentlich und beginnt um 10:00 Uhr; Einlass ist ab 9:00 Uhr.
Im Übrigen bleibt die Bekanntmachung an gleicher Stelle vom 03.03.2010 unberührt.
Vollzug des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG);
Errichtung einer Mastgeflügelanlage für insgesamt 39.145 Masthähnchenplätze auf der Flurnummer 1290 der Gemarkung Wohlbach durch Herrn Thomas Ritz, Am Hang 6, Wohlbach, 96482 Ahorn
Verlegung des Erörterungstermins
Der auf Donnerstag, 06.05.2010, 10:00 Uhr anberaumte Erörterungstermin wird auf
Montag, 31.05.2010 in die Mehrzweckhalle der Gemeinde Ahorn,
Alte Straße 10, Ahorn verlegt.
Der Erörterungstermin ist öffentlich und beginnt um 10:00 Uhr; Einlass ist ab 9:00 Uhr.
Im Übrigen bleibt die Bekanntmachung an gleicher Stelle vom 03.03.2010 unberührt.
Donnerstag, 29. April 2010
Coburg / Wohlbach : Das Landratsamt Coburg bekommt Einwand der BHU gegen die Hühnermastanlage übergeben. Erörterungstermin wurde verschoben
Gestern haben wir unseren Einwand beim Landratsamt Coburg abgegeben.
Dieser wird jetzt geprüft.
Der Erörtungstermin im Landratsamt Coburg für den Bau einer Hähnchenmastanlage im Ahorner Gemeindeteil Wohlbach wird vom 06.Mai auf den 1. Juni, um 13.30 Uhr verschoben.Hier geht es zum Zeitungsartikel der Neuen Presse. http://bit.ly/din1kG
Donnerstag, 15. April 2010
Wiesenhof "Skandal"
Hinter den Kulissen der "sauberen" Agrarindustrie. Presseberichte zum Wiesenhofskandal Teil02 http://bit.ly/beadSJ
Sonntag, 4. April 2010
Mastgeflügelstall erneut Einvernehmen versagt ( Coburg Ahorn Wohlbach
Kein Segen für den Mastgeflügelstall
31.03.10
Abgelehnt In ihrer Stellungnahme im "immissionsschutzrechtlichen Verfahren" hat die Gemeinde zu viele Unwägbarkeiten im Antrag für das Großprojekt entdeckt. Besonders die Verkehrserschließung könnte sich als "Totschlagargument" erweisen.
Ahorn — Auf Grund einer fehlenden Lärmprognose, nicht vollständiger Immissionsprognosen und der nicht gesicherten Erschließung in den Bereichen Straße und Regenwasserentsorgung hat der Gemeinderat am Dienstagabend dem erneut beantragten Bau einer Mastgeflügelanlage in Wohlbach einhellig sein Einvernehmen versagt.
Ein Ort im Zwiespalt: Die Erweiterungspläne eines Landwirtes sorgen in Wohlbach weiter für Wirbel. Der Gemeinderat hat gestern das geplante Großprojekt erneut abgelehnt. Foto: Berthold Köhler
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Mit dem Sonneberger Rechtsanwalt Alexander Reitinger nahm sich die Gemeinde in diesem bereits seit Jahren währenden Verfahren sogar einen juristischen Ratgeber, um auf der sicheren Seite zu sein
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